Kurzbiographie Voodoo Funk aka. Sulo
Der Name Voodoo Funk klingt nach einem Kult-Anhänger, doch ist Konstantinos Chronakis unkompliziert und realistisch und verzichtet auf musikalische und gesellschaftliche Grenzen. Diese Eigenschaften prägen auch seinen Werdegang. Bis 1997 war der heute 31-Jährige „strictly Hip Hop”, zog mit „Afrob” und „Massive Töne” um die Häuser, zu Konzerten und Jams. Auch „Freundeskreis” zählte zum Kreis seiner Freunde. Außerdem war er aktiv in der Sprayer-Szene unterwegs und breakte in Jugendhäusern. Dabei lernte er auch die „South Side Rockers” kennen. Noch heute bestehen diese Kontakte weiter.
„Meine Begeisterung für Musik, Tanz und Kunst war schon als kleiner Junge stark ausgeprägt”, so Voodoo Funk. Tonnenweise schleppte er gutes Hip-Hop-Vinyl nach Hause und drehte bei einem Kumpel regelmäßig die Plattenteller. Als er dann 1996 das erste Mal mit House in Berührung kam, erkannte er viele gängige Hip-Hop-Loops und -Samples. So entstanden auch die ersten Fusionen seiner Soundwelten und sein unverwechselbarer Style wurde geboren. Sogar Bongos, „Jimi Hendrix” und die „Doors” haben ihn geprägt. Wer aus so einem umfangreichen Sound-Pool schöpfen kann, ist zwingend unvergleichbar vielfältig und fast unmöglich zu kopieren.
Als Voodoo Funk einmal im „Cosmium Radio” auflegte, liefen prompt die Faxe heiß. Die Zuhörer forderten mit „boa alder der ist ja krasser als cloude young!” mehr von seiner Musik. So wurde gleich aus dem ersten Gastauftritt ein Resident-Job. Sein Programm lief auch auf „Evosonic Radio” und wurde dort vom Publikum als beste Sendung gewählt. Dazwischen gab es Radioauftritte bei „big FM”, „Freies Radio für Stuttgart” und „DASDING”. Schnell wurde er bekannt und stand vier Jahre im legendären M1 an den Reglern.
Doch sein Sound war für Größeres bestimmt und so heizte er riesige Mengen auf Raves wie „Nature one”, „Liberty one”, „Alien Nation” und der „Love Parade” an. 2003 folgten die ersten zwei Veröffentlichungen auf den Compilations „ Schranz Fusion” und „ Schranz Fusion 2”. Mit der Zeit fielen auch die nationalen Schranken und Voodoo Funk machte sich auf den Weg nach Kroatien, Ibiza, die Schweiz und Kreta. Er versuchte stets Neues und schaffte das Wichtigste – sein Sound wurde als Kreation angesehen und nicht als Gemisch von anderen.
Fragt man den lockeren Griechen heute nach seinem Style, verdeutlicht er, dass es genau seine Mission ist, dass niemand seinen Style beschreiben kann. Voodoo Funk will anders sein und nicht nur langweilig Tracks aneinanderreihen. Gigs sind für den Künstler wie Live-Auftritte und seine Mixes haben Tiefgang. „Manchmal laufen zwei Stücke mehrere Minuten und wechseln sich im Bass oder den Mitten ab, mal dominiert das eine, dann wieder das andere. Sie kommunizieren miteinander oder streiten, wie wir” erzählt Kosta mit leuchtenden Augen.
Diese offene Einstellung wissen auch Kollegen wie „Jef Mills” oder „Kenny C” zu schätzen. Alle haben schon neben DJ Voodoo Funk an den Turntables gestanden. Dabei ließ er sich inspirieren und sog alle neuen Eindrücke sofort und restlos auf, um sie kreativ zu verarbeiten.
